Monat: September 2019

Bayerischer Biodiversitätspreis 2020: “Bunte Vielfalt – wir tun was für blütensuchende Insekten”

Der Bayerische Biodiversitätspreis steht im Jahr 2020 unter dem Motto “Bunte Vielfalt – wir tun was für blütenbesuchende Insekten”.

Zum Start der Ausschreibung betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber: “Artenschutz ist eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. Gerade Insekten haben eine herausragende Funktion in unseren Ökosystemen. Für diese besondere Bedeutung von Blütenbesuchern wie Wildbienen will der Biodiversitätspreis 2020 sensibilisieren. Ihr Verlust hat Folgen vor allem für Wildpflanzen und Vögel. Auch wir Menschen brauchen die Bestäubungsarbeit der Insekten für die Produktion wichtiger Nahrungsmittel. Unsere Aufgabe ist, für Insekten ein vielfältiges Blütenangebot aus Bäumen, Sträuchern und Blumen zu schaffen. Der Biodiversitätspreis ist ein wichtiger Baustein für den Erhalt unserer natürlichen Lebensräume. Er stärkt das Bewusstsein für den Wert von Artenvielfalt und Lebensräumen und würdigt das ehrenamtliche Engagement der Menschen, die sich dafür einsetzen.”

Die aktuelle Auslobung spricht Personen und Institutionen an, die sich vor Ort für den Erhalt, die Anlage und die Entwicklung von arten- und blütenreichen Flächen einsetzen. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert; 2020 wird zusätzlich ein Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro für Schulklassen vergeben. Bis 31. Januar 2020 können die Bewerbungsunterlagen eingereicht werden.

Bewerbungen nimmt der Bayerische Naturschutzfonds entgegen (Bayerischer Naturschutzfonds, Rosenkavalierplatz 2, 81925 München, E-Mail naturschutzfonds@stmuv.bayern.de). Weitere Informationen wie Teilnahmebedingungen und Bewertungskriterien gibt es beim Bayerischen Naturschutzfonds unter der Telefonnummer 089 9214-2379 sowie im Internet unter www.naturschutzfonds.bayern.de.

Der Biodiversitätspreis wird 2020 bereits zum sechsten Mal verliehen. Er wird von der gemeinnützigen Stiftung “Bayerischer Naturschutzfonds” ausgelobt, dessen Stiftungsratsvorsitzender Umweltminister Thorsten Glauber ist. Bewerben können sich unter anderem Vereine, Verbände, Kommunen, Schulen und Kirchen sowie Einzelpersonen mit thematisch passenden Projekten. Der Preis ist ein Instrument aus der Bayerischen Biodiversitätsstrategie zum Erhalt der natürlichen Vielfalt in Bayern. Mit der Vergabe soll noch mehr Bewusstsein für den Erhalt der Artenvielfalt und Lebensräume geschaffen werden.

Deutscher Wanderverband: “Wälder schützen!”

Wälder sind wichtige Lebens- und Erholungsräume. Um sie zu schützen, bedarf es eines Dialogs zwischen allen Waldnutzern. So lautet ein Ergebnis des Fachforums „Wald – zwischen Sehnsuchtsziel und Nutzerdruck“, das der Deutsche Wanderverband (DWV) in Düsseldorf organisiert hat.

Alexandra Arnold, Geschäftsführerin des Deutschen Forstvereines, stellte anhand des Waldzustandsberichtes dar, wie sehr der Klimawandel bereits jetzt für eine steigende Brand- und Sturmgefahr sowie große Schädlingsprobleme gesorgt hat. “Wir alle – Tourismus, Forst und Wanderverband –  sind mit dem Herzen bei der Sache. Für ein gegenseitiges Verständnis müssen wir untereinander eine offene und ehrliche Kommunikation etablieren”, so Arnold.

Therese Palm von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg betonte, dass aufgrund der derzeit extremen Situation im Wald und der unterschiedlichen Belastungen je Standort detailliertere Untersuchungen nötig wären, um einen klimastabilen Wald zu bekommen. Allein mit schneller Aufforstung könne der ökologische und klimatische Wandel nicht aufgefangen werden, so Palm. Hans-Friedrich Hardt vom Waldbauernverband NRW sagte, dass den Waldeigentümern aufgrund der vergangenen Dürresommer ihre Betriebsgrundlage buchstäblich weggefegt wurde. Er warb um Verständnis dafür, dass der Wald nun zügig aufgearbeitet und aufgeforstet werden müsse, was mancher Orts zu Behinderungen führe, vor allem für Erholungssuchende wie Wanderer.

DWV-Geschäftsführerin Ute Dicks sagte, dass die mit dem Wald befassten Akteure Partner in der Klimaschutzdebatte seien: „Hinsichtlich der vielerorts nötigen Aufforstungen heißt das etwa, dass die Vielfalt und Naturnähe der Baumarten-Zusammensetzung wichtige Kriterien sein sollten, ebenso wie Maßnahmen, die die naturräumlichen Grundbedürfnisse berücksichtigen.“ Dicks weiter: „Es müssen alle Akteure stärker zusammenarbeiten und sich besser vernetzen.” Die Bundesplattform Wald – Sport, Erholung, Gesundheit (WaSEG), in der der DWV engagiert mitarbeitet, sei dafür ein erster wichtiger Schritt. Aber auch vor Ort sei der enge und vertrauensvolle Kontakt zwischen zum Beispiel Förstern, Waldbesitzern, Naturschutz-, Tourismus- und den für Wanderwege Verantwortlichen in den Wandervereinen wichtig.

Top