E-Bikes in der Natur: Ist das erlaubt?

Ein Beitrag von der Website des Wanderverbands Bayern.

E-Bikes sind Trend. Die Elektrofahrräder sind nicht nur als Fortbewegungsmittel in der Stadt beliebt. Immer mehr Menschen fahren damit in der Natur – auf Wegen und querfeldein. Querfeldeinfahren ist gesetzlich verboten, und auch auf Wegen gelten Gesetze. Dass sich viele Biker nicht daran halten, ärgert Naturschützer und Wanderer.

Will man der Frage nachgehen, was für E-Biker erlaubt ist und was nicht, muss man zwischen sogenannten Pedelecs und echten E-Bikes unterscheiden:

  • Pedelecs bieten nur dann Motorunterstützung, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Erfolgt die Pedalunterstützung bis 25 Kilometer pro Stunde, gelten Pedelecs als Fahrrad und sind nicht zulassungspflichtig.
  • Echte E-Bikes fahren auf Knopfdruck auch ohne Pedalunterstützung. Sie sind ab sechs Kilometer pro Stunde zulassungspflichtig. Sie können hohe Geschwindigkeiten erreichen.

Echte E-Bikes

Für echte, zulassungspflichtige E-Bikes gelten dieselben Bestimmungen wie für Krafträder (Mopeds, Motorräder): Fahren abseits offizieller Straßen ist generell verboten. Bei Zuwiderhandlungen drohen Bußgelder. Auch Strafverfahren sind möglich, sofern Menschen oder Natur zu Schaden kommen.

Pedelecs

Für Pedelecs gelten dieselben Bestimmungen wie für Fahrräder ohne Motorunterstützung. Diese Bestimmungen sind sehr vielfältig und von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Beispiel Baden-Württemberg: Dort ist das Radfahren im Wald nur auf Wegen erlaubt, die eine Mindestbreite von zwei Metern haben. Gekennzeichnete Sport- und Lehrpfade, Fußwege sowie unbefestigte Trassen sind tabu. Zudem darf nur mit einer maximalen Geschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde gefahren werden. Bei Verstoß gegen diese Regeln drohen Bußgelder.

Unabhängig vom Bundesland gilt gegenseitige Rücksichtnahme! Die Forstämter betonen, dass sowohl die Waldbewohner als auch Wanderer, Spaziergänger und andere Erholungssuchende von Bikern ungestört bleiben müssen. Fußgängern gebürt stets der Vorrang! Deshalb sollten alle Radfahrer besonders darauf achten, defensiv zu fahren und ein geeignetes Tempo einzuhalten. Selbstverständlich dient das auch der eigenen Sicherheit.

Die Rechtslage in Bayern

Unter bestimmten Maßgaben stellt Art. 28 Abs. 1 BayNatSchG das Fahren mit Fahrzeugen ohne Motorkraft und damit auch das Radfahren dem „Betreten“ gleich. Diese Maßgaben sind:

  • Kein Fahren abseits geeigneter Wege
  • Keine gesetzliche Definition der „Wegeeignung“, d. h. Auslegung im Einzelfall durch die zuständigen Vollzugsbehörden und Gerichte; der Begriff der „Eignung“ muss im Sinne der vom Gesetzgeber gezogenen allgemeinen Grenzen der Natur-, Eigentümer-und Gemeinverträglichkeit (Art. 26 Abs. 2 BayNatSchG) ausgelegt werden
  • Fußgängern gebührt der Vorrang (Art. 28 Abs. 1 Satz 2 BayNatSchG)

Vollzugshinweise des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz vom 22.08.2012 beziehen sich auf Pedelecs: Demnach gilt das “Betretungsrecht” nach Auffassung des Ministeriums auch für Pedelecs, soweit sie straßenverkehrsrechtlich als Fahrräder gelten.

Grundstückseigentümer und Behörden können aus verschiedenen Gründen das “Betretungsrecht” einschränken.

119. Deutscher Wandertag im Sauerland

Als Treffen der Generationen habe der 119. Deutsche Wandertag viele Tausend Gäste ins Sauerland gelockt, berichtet der Deutsche Wanderverband. Allein am großen Festumzug am Sonntag hätten sich 7.000 Menschen beteiligt und man habe 11.000 Besucher gezählt, so der DWV. Ministerpräsident Armin Laschet sagte in Schmallenberg, dass die Wanderbewegung und Nordrhein-Westfalen eng miteinander verbunden seien und das Wandern zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden sei. Dieser erlebe gerade einen Boom. „Wer wandert, nimmt den einzigartigen Landschafts- und Kulturraum viel bewusster wahr. Das passt in die heutige Zeit und macht Wandern zum Trend für alle Generationen“, wird der Ministerpräsident zitiert.

Die Mitglieder der Jahreshauptversammlung des Deutschen Wanderverbands, an der auch ein Vertreter des Alz-Ruperti-Wanderwege-Vereins teilnahm, beschlossen die Resolution „Ein Raum – viele Perspektiven“. Das Papier zeigt Wege für ein gutes Miteinander unterschiedlicher Naturnutzer wie Wanderer, Mountainbiker, Geocacher, Naturschützer und Waldeigentümer. Dafür seien die Anerkennung anderer Interessen, die Offenheit zum Perspektivwechsel und die Bereitschaft zum Dialog wesentliche Voraussetzungen, heißt es in der Resolution.

DWV-Vizepräsidentin Heidrun Hiemer sprach in Winterberg vom verbindenden Element beim Wandern: „Wandern heißt Begegnung, Wandern verbindet über Grenzen hinweg.“ Deswegen sei es so wichtig, auch jüngere Menschen dafür zu begeistern. „Da müssen wir auch neue Ideen zulassen“, so die Vizepräsidentin mit Blick auf die Zukunft der Wandervereine.

Ausrichter des 119. Deutschen Wandertages waren neben dem Sauerländischen Gebirgsverein die Städte Winterberg und Schmallenberg. Der Bürgermeister von Schmallenberg, Bernhard Halbe, freute sich über die wirtschaftlichen Effekte für die beiden Wandertagshauptstätte und die gesamte Region. Halbe: „Wir haben nicht nur in den vergangenen Tagen wirtschaftlich profitieren. Viele Besucher werden zu Hause berichten und das wird einen nachhaltigen Wachstumsschub bringen, zumal wir unsere Wanderinfrastruktur weiter ausbauen wollen.“

Der Bürgermeister von Winterberg, Werner Eickler, sieht im Natursport ein wirtschaftliches Fundament seiner Stadt. „Dieser Zweig wird in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen“, so der Bürgermeister. Damit verbunden sei ein erhöhter Besucherdruck. Doch die Ressource Naturraum sei begrenzt. Deswegen komme die Resolution des Deutschen Wanderverbandes genau zur richtigen Zeit. Eickler: „Nur wenn wir es jetzt verstehen, die unterschiedlichen Interessen miteinander zu versöhnen, werden wir auch in Zukunft von dieser Ressource profitieren.“

13.000 Menschen am Tag des Wanderns unterwegs

Am 14. Mai war Tag des Wanderns: Rund 13.000 Menschen nahmen an etwa 400 Veranstaltungen in allen Bundesländern teil. Mitgliedsvereine des Deutschen Wanderverbandes (DWV), aber auch viele Unternehmen, Schulen, Naturschutz- und andere Organisationen sowie der Einzelhandel zeigten, was Wandern bedeutet und vor allem, wie viel Spaß es macht. Während der Zentralveranstaltung in Blankenburg im Harz betonte Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und Schirmherr des diesjährigen Wandertages, die gesundheitlichen Effekte des Wanderns.

Der Tag des Wanderns begann am frühen Morgen mit einer Sonnenaufgangswanderung im Spessart und endete mit einer nächtlichen Tour zum Thema Sternenbeobachtung im Vogtland. Die unter dem Dach des DWV organisierten Wandervereine demonstrierten die Vielfalt ihres Engagements: Vom Markieren der Wanderwege über den Naturschutz bis hin zu spannenden, geführten Familienwanderungen.

Der Alz-Ruperti-Wanderwege-Verein e.V. ist als Mitglied im Wanderverband Bayern auch Mitglied im Deutschen Wanderverband, der den Tag des Wanderns ins Leben gerufen hat.

Geschützte Qualität: der DWV-Wanderführer®

Auf Initative des Wanderverbands Bayern hat der Deutsche Wanderverband (DWV) die Wortmarke DWV-Wanderführer® beim Deutschen Patent- und Markenamt eintragen lassen. Damit soll gewährleistet werden, dass der Begriff “DWV-Wanderführer” nur verwendet werden kann, wenn die anspruchsvolle und anerkannte Ausbildung erfolgreich absolviert wurde. Plagiaten wird mit der Markeneintragung vorgebeugt. Außerdem werden die Unterschiede zwischen einem einfachen “Wanderführer” und einem ausgebildeten, geprüften und zertifizierten DWV-Wanderführer® deutlich.

Wer DWV-Wanderführer® werden will, muss die mindestens 80-stündige Ausbildung nach Rahmenplan des DWV durchlaufen und sein Wissen und Können in einer theoretischen Prüfung, einer lehrgangsbegleitenden Hausarbeit sowie einer praktischen Abschluss-Prüfung nachweisen. Die Heimat- und Wanderakademie Bayern bildet jährlich etwa 100 DWV-Wanderführer® in Bayern und darüber hinaus aus – auch im Vereinsgebiet des Alz-Ruperti-Wanderwege-Vereins.

Wanderverband unterstützt #natürlichEuropa

Als Mitglied im Deutschen Naturschutzring (DNR) unterstützt der Deutsche Wanderverband (DWV) die Kampagne #natürlichEuropa. Rund 90 europäische Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen setzen sich anlässlich der Europawahl 2019 für ein solidarisches Miteinander, die Einhaltung von Menschen- und Tierrechten, den Schutz der Umwelt und die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen ein.

Die EU stehe vor einem grundlegenden Wandel, wenn sie die Lebensgrundlagen für rund 500 Millionen Menschen erhalten wolle, so Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Deutschen Wanderverbands (DWV). Der Kontinent müsse eine natur- und menschenfreundliche Wertegemeinschaft werden. Deswegen sei es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen für Europa engagierten. Dr. Rauchfuß: „Wir tragen die Kampagne in die unter unserem Dach organisierten rund 70 landesweiten und regionalen Gebirgs- und Wandervereine mit rund 600.000 Mitgliedern und hoffen, dass sich unsere Ehren- und Hauptamtlichen der Kampagne anschließen. Wir können Europa nur gemeinsam ökologisch, sozial und nachhaltig umbauen. Dafür sollten wir die Wahl als demokratisches Mittel nutzen.

Weitere Infos: www.natürlichEuropa.de

Vereinsmitglieder schließen DWV-Wanderführer®-Ausbildung erfolgreich ab

Mehrere Mitglieder des Alz-Ruperti-Wanderwege-Vereins haben erfolgreich an einer Ausbildung für DWV-Wanderführer® sowie Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer (BANU, Naturraum Oberbayern) teilgenommen. Sie absolvierten den erstmals in der Region Südost-Oberbayern von der Heimat- und Wanderakademie Bayern angebotenen Ausbildungslehrgang. Dieser fand vom 29.3. bis 7.4.2019 in Seeon statt. Aufgrund der positiven Resonanz der Lehrgangsteilnehmer und der hohen Zahl an Interessenten will die Heimat- und Wanderakademie Bayern auch 2020 eine Wander-, Natur- und Landschaftsführer-Ausbildung in der Region anbieten – mehr dazu unter Ausbildung.


Markierungsarbeiten mitten in der Stadt

Am 25. März 2019 trafen sich Mitglieder des Alz-Ruperti-Wanderwege-Vereins zu einer gemeinsamen Wege-Aktion. Der Hauptwanderweg K5 wurde mit neuen Wegezeichen versehen – beginnend beim Trostberger Heimatmuseum im Stadtteil Schedling und in seinem weiteren Verlauf in südliche Richtung.

Dieser Wegeabschnitt erforderte besondere Sorgfalt, da oftmals Erlaubnisse der Hausbesitzer zur Anbringung von Markierungszeichen eingeholt werden mussten, und weil die Orientierung für Wanderer in der Altstadt von Trostberg mit vielen Gassen und Nebenstraßen ohnehin nicht leicht ist. Der Alz-Ruperti-Wanderwege-Verein bedankt sich bei allen Verantwortlichen für das freundliche Entgegenkommen, Wanderwege-Markierungszeichen anbringen zu dürfen.

Eindrücke der Markierungsarbeiten gibt es als Galerie unter dem Menü-Punkt Wege-Markierung.

Was blüht denn da? Frühlingsboten im Alztal

23. März 2019: Mitglieder des Alz-Ruperti-Wanderwege-Vereins und andere Wanderfreunde entdeckten gemeinsam die Schönheiten des Oberen Alztals.

Eine von DWV-Wanderführer®, Natur- und Landschaftsführer Sven Hähle geführte Wanderung unter dem Motto “Was blüht denn da? Frühlingsboten im Alztal” führte von Altenmarkt a. d. Alz nach Truchtlaching und zurück. Während der etwa 17 km langen Rundwanderung erfuhren die Teilnehmer Wissenswertes zur Entstehung der Landschaft – eine wichtige Voraussetzung für das Erkennen der unterschiedlichen Lebensräume, die das in weiten Teilen als Naturschutzgebiet ausgewiesene Obere Alztal bietet.

Lebensräume wie Leitenwälder, Erlenbruchwälder und Feuchtwiesen wurden gezielt erwandert, um zu sehen, was dort blüht. Die Wanderer konnten sich über eine erstaunliche Vielfalt an Frühblühern freuen: Leberblümchen, Buschwindröschen, Hohler Lerchensporn, Lungenkraut, Hohe Schlüsselblume, Wald-Gelbstern, Ackerstiefmütterchen und andere Arten wurden in voller Blüte bestaunt.

Selbstverständlich kam auch das leibliche Wohl während der Vereinswanderung nicht zu kurz. In Truchtlaching wurde beim Italiener eingekehrt.

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