Wanderverbände

Wanderverband Bayern wird Umweltschutzverband

Der Wanderverband Bayern wird zum Umweltschutzverband: Der Dachverband für 16 bayerische Gebirgs- und Wandervereine, darunter auch der Alz-Ruperti-Wanderwege-Verein, hat den Umweltschutz als Verbandszweck in seine Satzung aufgenommen. Der Vorstand und die Delegierten der Mitgliedsvereine beschlossen auf einer außerordentlichen Mitgliedersammlung einstimmig die notwendige Satzungsänderung.

Bereits seit der Gründung im Jahre 1972 kümmert sich der Wanderverband Bayern um Erhaltung, Pflege und Entwicklung der heimatlichen Landschaften Bayerns in ihrer von Natur, Umwelt und Geschichte geprägten charakteristischen Gestalt. Als anerkannter Naturschutzverband hat der Wanderverband Bayern schon immer umweltfreundlich und nachhaltig gehandelt. Jetzt ist der Umweltschutz auch in der Satzung verankert:

„Zweck des Verbands ist der Schutz der Umwelt in all ihren Aspekten zum Erhalt einer natürlichen Lebensgrundlage und der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung.“

Während geführter Wanderungen und Exkursionen in der heimatlichen Landschaft entwickeln und bestärken die Mitgliedsvereine wie der Alz-Ruperti-Wanderwege-Verein das Verständnis für Umweltschutz, Naturschutz und Landschaftspflege. Mit der Unterhaltung von über 43.000 km Wanderwegen, etlichen Natur- und Kulturlehrpfaden, Schutzhütten, Wanderheimen und Aussichtstürmen in Bayern fördern die Mitglieder des Wanderverbands Bayern umweltfreundlichen Tourismus, klimafreundliche Freizeitgestaltung und Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Auch bei der Aus- und Fortbilddung von Multiplikatoren im Umweltschutz ist der Wanderverband Bayern führend. Die Heimat- und Wanderakademie des Wanderverbands Bayern bildet jedes Jahr etwa einhundert Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer/innen (kurz: ZNL) in Bayern aus. Dabei kooperiert sie mit der staatlichen Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (kurz: ANL) sowie den bayerischen Naturparken und Geoparken. Im Vereinsgebiet des Alz-Ruperti-Wanderwege-Vereins findet die nächste Ausbildung ab März 2020 statt.

119. Deutscher Wandertag im Sauerland

Als Treffen der Generationen habe der 119. Deutsche Wandertag viele Tausend Gäste ins Sauerland gelockt, berichtet der Deutsche Wanderverband. Allein am großen Festumzug am Sonntag hätten sich 7.000 Menschen beteiligt und man habe 11.000 Besucher gezählt, so der DWV. Ministerpräsident Armin Laschet sagte in Schmallenberg, dass die Wanderbewegung und Nordrhein-Westfalen eng miteinander verbunden seien und das Wandern zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden sei. Dieser erlebe gerade einen Boom. „Wer wandert, nimmt den einzigartigen Landschafts- und Kulturraum viel bewusster wahr. Das passt in die heutige Zeit und macht Wandern zum Trend für alle Generationen“, wird der Ministerpräsident zitiert.

Die Mitglieder der Jahreshauptversammlung des Deutschen Wanderverbands, an der auch ein Vertreter des Alz-Ruperti-Wanderwege-Vereins teilnahm, beschlossen die Resolution „Ein Raum – viele Perspektiven“. Das Papier zeigt Wege für ein gutes Miteinander unterschiedlicher Naturnutzer wie Wanderer, Mountainbiker, Geocacher, Naturschützer und Waldeigentümer. Dafür seien die Anerkennung anderer Interessen, die Offenheit zum Perspektivwechsel und die Bereitschaft zum Dialog wesentliche Voraussetzungen, heißt es in der Resolution.

DWV-Vizepräsidentin Heidrun Hiemer sprach in Winterberg vom verbindenden Element beim Wandern: „Wandern heißt Begegnung, Wandern verbindet über Grenzen hinweg.“ Deswegen sei es so wichtig, auch jüngere Menschen dafür zu begeistern. „Da müssen wir auch neue Ideen zulassen“, so die Vizepräsidentin mit Blick auf die Zukunft der Wandervereine.

Ausrichter des 119. Deutschen Wandertages waren neben dem Sauerländischen Gebirgsverein die Städte Winterberg und Schmallenberg. Der Bürgermeister von Schmallenberg, Bernhard Halbe, freute sich über die wirtschaftlichen Effekte für die beiden Wandertagshauptstätte und die gesamte Region. Halbe: „Wir haben nicht nur in den vergangenen Tagen wirtschaftlich profitieren. Viele Besucher werden zu Hause berichten und das wird einen nachhaltigen Wachstumsschub bringen, zumal wir unsere Wanderinfrastruktur weiter ausbauen wollen.“

Der Bürgermeister von Winterberg, Werner Eickler, sieht im Natursport ein wirtschaftliches Fundament seiner Stadt. „Dieser Zweig wird in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen“, so der Bürgermeister. Damit verbunden sei ein erhöhter Besucherdruck. Doch die Ressource Naturraum sei begrenzt. Deswegen komme die Resolution des Deutschen Wanderverbandes genau zur richtigen Zeit. Eickler: „Nur wenn wir es jetzt verstehen, die unterschiedlichen Interessen miteinander zu versöhnen, werden wir auch in Zukunft von dieser Ressource profitieren.“

13.000 Menschen am Tag des Wanderns unterwegs

Am 14. Mai war Tag des Wanderns: Rund 13.000 Menschen nahmen an etwa 400 Veranstaltungen in allen Bundesländern teil. Mitgliedsvereine des Deutschen Wanderverbandes (DWV), aber auch viele Unternehmen, Schulen, Naturschutz- und andere Organisationen sowie der Einzelhandel zeigten, was Wandern bedeutet und vor allem, wie viel Spaß es macht. Während der Zentralveranstaltung in Blankenburg im Harz betonte Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und Schirmherr des diesjährigen Wandertages, die gesundheitlichen Effekte des Wanderns.

Der Tag des Wanderns begann am frühen Morgen mit einer Sonnenaufgangswanderung im Spessart und endete mit einer nächtlichen Tour zum Thema Sternenbeobachtung im Vogtland. Die unter dem Dach des DWV organisierten Wandervereine demonstrierten die Vielfalt ihres Engagements: Vom Markieren der Wanderwege über den Naturschutz bis hin zu spannenden, geführten Familienwanderungen.

Der Alz-Ruperti-Wanderwege-Verein e.V. ist als Mitglied im Wanderverband Bayern auch Mitglied im Deutschen Wanderverband, der den Tag des Wanderns ins Leben gerufen hat.

Wanderverband unterstützt #natürlichEuropa

Als Mitglied im Deutschen Naturschutzring (DNR) unterstützt der Deutsche Wanderverband (DWV) die Kampagne #natürlichEuropa. Rund 90 europäische Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen setzen sich anlässlich der Europawahl 2019 für ein solidarisches Miteinander, die Einhaltung von Menschen- und Tierrechten, den Schutz der Umwelt und die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen ein.

Die EU stehe vor einem grundlegenden Wandel, wenn sie die Lebensgrundlagen für rund 500 Millionen Menschen erhalten wolle, so Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Deutschen Wanderverbands (DWV). Der Kontinent müsse eine natur- und menschenfreundliche Wertegemeinschaft werden. Deswegen sei es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen für Europa engagierten. Dr. Rauchfuß: „Wir tragen die Kampagne in die unter unserem Dach organisierten rund 70 landesweiten und regionalen Gebirgs- und Wandervereine mit rund 600.000 Mitgliedern und hoffen, dass sich unsere Ehren- und Hauptamtlichen der Kampagne anschließen. Wir können Europa nur gemeinsam ökologisch, sozial und nachhaltig umbauen. Dafür sollten wir die Wahl als demokratisches Mittel nutzen.

Weitere Infos: www.natürlichEuropa.de

Attraktiver Wettbewerb für junge Wanderer

Ob Trekkingabenteuer, Naturerlebnisse, Barfußwanderungen oder Geocaching, ob Touren mit Inline-Skates, mit Kanus, mit Bikes oder ganz klassisch zu Fuß: Am Wettbewerb “Jugend wandert” der Deutschen Wanderjugend (DWJ) können sich Kindergruppen, Jugendgruppen und Schulklassen mit verschiedensten Wander-Aktivitäten beteiligen. Beiträge können bis zum 31. Juli 2019 eingereicht werden. In drei Kategorien werden attraktive Preise verliehen. Zusätzlich wird ein Sonderpreis für Jugendwanderwege vergeben.

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